Kosten einer Auskunft oder Erstberatung beim Anwalt

 

Jeder Anwalt kann Entgelt schon für einen ersten Rat oder eine erste Auskunft verlangen, auch für "nur mal eine kurze Frage" – Gespräche am Telefon oder außerhalb eine Kanzlei, etwa in einer Gaststätte oder auf einer Feier. Das gilt grundsätzlich auch für rechtliche Auskünfte / Ratschläge, die man für nebensächlich, unverbindlich oder für Gefälligkeiten hält, etwa, ob man mit seinem Fall besser zum einem Verwaltungs- oder Zivilrechts- Anwalt gehen sollte.

Wenn nichts anderes für einen Rat oder eine Auskunft vereinbart wurde ( § 34 RVG), erhält der Anwalt die "übliche Vergütung". Das sind nach Gesetz und Rechtsprechung bei Verbrauchern bis zu 190 € zzgl. Post – und Telekommunikatoionspauschale zuzüglich Umsatzsteuer.  Bei Gewerbetreibenden oder Freiberuflern kann der Satz deutlich höher liegen.

Übrigens: Anwälte müssen auch nicht auf die Kosten oder Kostenpflicht hinweisen!

Nach der Rechtsprechung kann niemand davon ausgehen, bei Anwälten unentgeltlichen Rat zu erhalten – außer man hat vorher 1. erkennbar und 2. nachweisbar (vor Gericht) auf fehlende Zahlungsmöglichkeiten oder fehlende Zahlungsbereitschaft hingewiesen. "Nachweisen" ist allerdings ein Problem, sofern Sie nicht mit Zeugen zum Anwaltstermin gehen.

 

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