Strategieberatung 

RECHTSANWÄLTE

INFORMATIONEN  FÜR  VERBRAUCHER:

Rechtsanwälte sind hoch ausgebildete Fachkräfte und Rechtsspezialisten. Sie sind einseitige Interessenvertreter – und erhalten ihr Honorar für ihr Wissen, ihre Erfahrung und ihren Einsatz für den Mandanten. Anwälte sind keine Samariter, sondern ums wirtschaftliche Überleben kämpfende Geschäftsleute; sie müssen kaufmännisch denken und unbedingt Umsatz erzielen. Wegen der großen Konkurrenz stehen viele Rechtsanwälte unter starkem finanziellem Druck und bevorzugen Fälle, die Ihnen möglichst viel Geld für wenig Arbeit einbringen.

WELCHE FÄLLE LOHNEN SICH FÜR RECHTSANWÄLTE WIRTSCHAFTLICH ?

* hoher Streitwert und niedrigem Zeitaufwand
* hohes Zeithonorar und hohem Zeitaufwand

* Zahlungsfähiger und zahlungswilliger Kunde
* Fälle mit Potential für Nachfolgeaufträge, P
restigeträchtige Fälle mit mit großem Presseinteresse

 

WELCHE FÄLLE RECHNEN SICH FÜR RECHTSANWÄLTE WIRTSCHAFTLICH NICHT ?

* niedriger Streitwert und hoher Zeitaufwand
* Zahlungsunwillige oder "schwierige" Kundschaft
* Fälle ohne Potential für Nachfolgeaufträge,
* Beratungs-, Prozesskosten-/ Verfahrenskostenhilfe

Bei Beratungs-, Prozesskosten-/ Verfahrenskostenhilfe stehen Aufwand und Honorar in keinem wirtschaftlichen Verhältnis . Es gibt nicht genug zu verdienen, weil der Staat Niedrigsthonorare vorschreibt, faktisch oft unter Mindestlohnniveau. Solche Mandate werden gerne abgelehnt, obwohl sie nach Standesrecht übernommen werden müssten (!). Oft heißt es dann sinngemäß aus der Kanzlei:

"Sehr geehrte/r…

wir bedauern, dass die Auslastung und der gesundheitliche Zustand des Unterzeichners die Übernahme dieses umfangreichen Mandates nicht zulässt".

SIE WURDEN VOM RECHTSANWALT  ABGELEHNT ?

Sie haben sich mit Ihren Sorgen mit einer Rechtsanwaltskanzlei in Verbindung gesetzt? Und nachdem Sie mitgeteilt haben, dass Sie Beratungshilfe oder Prozesskostenhilfe benötigen, wurden Sievermutlich deswegen abgelehnt?

Nach § 16a der Berufsordnung für Rechtsanwältte darf darf ein Rechsanwalt ein Beratungshilfe- oder PKH-Mandat nur eim Einzelfall ablehnen., und dies auch nur, wenn insbesondere

* gesundheitliche Gründe oder Kanzleiüberlastung der Anwalt an Beratung / Übernahe hindern,

* der Mandat die erforderliche Mitarbeit an seinem Fall verweigert,

* das Vertrauensverhältnis zwischen Anwalt und Mandant nachhaltig gestört ist,

* der Mandant keine Beratungshilfe bekommt, weil er zu hohe Geld- oder Vermögenswerte hat.

Sie haben eine klauselartige Begründung für die Ablehnung erhalten, die nahelegt, der Anwalt verdiene an ihrem Fall nciht genug? Teilen Sie VORanwalt.de den Namen des Rechtsanwalts/ der Rechtsanwältin, die Kanzleianchrift und die Begründung der Kanzlei für die Ablehnung mit.

Vielleicht ändern einige Rechtsnwälte Ihr Verhalten, wenn sie öffentlich beim Namen genannt werden…

WORAUF SOLLTE MAN BEI RECHTSANWÄLTE WIRKLICH ACHTEN?

Rechtsanwälte/ -innen als hochqualifiziertes Organe der Rechtspflege sollte – wie in jedem Beruf – grundsätzlich Achtung und Respekt entgegengebracht werden.

Der überwiegende Anteil der guten und dienstleistungsorientierten Anwälte ist sehr hoch. Und wie überall gibt es qualitative "Negativabweichler", den dem Berufsstand schaden. Schon unter den  "guten" Rechtsanwälten ist es aber schwer, den für den eigenen Fall passenden herauszufinden. Oft ist wie mit den Supermarktkassen: Alle sehen gleich aus, aber man hat das Gefühl, sich schon wieder an der falschen angestellt zu haben.

Doktortitel?

Der Titel "Dr. jur." ist die Belohnung einer Universität für eine wissenschaftliche Arbeit zu irgendeinen rechtswissenschaftlichen Spezialthema, das mit der späteren konkreten Tätigkeit als praktischer Rechtsanwalt oft NICHTS zu tun hat.

Titel "Fachanwalt für…"

Die Fachanwaltsbezeichnung ist zunächst ein Marketingmittel des einzelnen Anwalts, aber auch Fortbildungmaßnahme der Anwaltskammern. Diesen Titel dürfen Anwälte führen, wenn sie a) erfolgreich eine Fortbildung besucht und b) viele Fälle aus einem  Fachgebiet bearbeitet haben. Auch nach Titelerlangung müssen aktuelles Wissen und Besuch von weiteren Fortbildungen im Fachgebiet nachgewiesen werden. Beides ist aber schwer kontrollierbar.

Spezialwissen

Im Einzelfall kann Spezialwissen des Anwalts sehr hilfreich sein: Die meisten tagtäglichen Streitigkeiten verlangen hingegen kein orbitantes Spezialwissen.
 
Auch in großen, teuren Kanzlei wird juristisch nur mit Wasser gekocht. Viele gut aussehende Angestellte, teure Autos, ellenlange Briefköpfe , Kaffee und Teegebäck – das mag zwar beeindrucken, verursacht aber hohe Kosten, die unbedingt über das zu zahlende Honorar "eingespielt" werden müssen.

Vertrauen:

Das einzige, was wirklich zählt, ist, dass Sie Vertrauen zu Ihrem Anwalt haben. Dass er / sie  in Ihrem Interesse handelt oder zu handeln versucht, auch wenn es nicht so viel einbringt. Dazu zählen auch außergerichtliche Einigungen mit dem Gegner. Achten Sie schon bei Kontaktaufnahme und ersten Gespräch auf Ihr Bauchgefühl.

Test:

Test Sie den Anwalt – fragen Sie schon bei der ersten Kontaktaufnahme, ob auch Proszesskostenhilfemandate übernommen werden. Wird abgelehnt, können Sie dankbar sein – diesem Anwalt geht es nicht um Sie, sondern ausschließlich ums Geld.

RECHTSANWALTSKOSTEN

Rechtsanwaltskosten können Sie selbstverständlich meist verhandeln, auch die Kosten einer Erstberatung.

Viele Honorarvarianten sind seit 2004 denkbar, beispielsweise Pauschalhonorare, Stundensätze, Gebühren nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz. Wenn nichts vereinbart wird, gelten die gesetzlichen Gebühren. Das ist nicht immer der günstigste Weg.

Welche Möglichkeiten es für Sie die günstigste sein könnten, erklären wir Ihnen gerne.

Einen kleinen Vergleich von gesetzlichen Mindestgebühren mit einem Stundenhonorar  von 150 € / netto finden Sie hier: (PDF Datei)

WUSSTEN SIE

dass sogar die bisher verbotene Vereinbarung eines Erfolgshonorars (Bezahlung nur im Erfolgsfall) seit dem 01. August 2008 gesetzlich erlaubt ist? Allerdings nur in bestimmten Fällen. Sprechen Sie ihren Anwalt darauf an- von sich aus wird er es selten tun.

Selbstverständlich sollten Sie Gebühren verhandeln und sich mit Ihrem Anwalt einigen. VORanwalt.de verrät, wann und wie dies funktioniert.

 

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